„Wunschlos die Sinne, die Strömungen der Gedanken und Gefühle angehalten, das Herz voll Frieden – dies ist der allerhöchste Stand, Yoga wird er genannt.“ Katha Upanishad

Ankommen im Hier und Jetzt

Wenn Körper, Atem und Geist sich zu einer Einheit verbinden, entsteht Stille. Jeder hat diesen Zustand schon erfahren, wenn man sich leicht fühlt, heiter, klar – ganz bei sich. Yoga hilft, sich zu erden, zu sammeln. Sich selbst wahrzunehmen: in seinem Denken, seinem Fühlen, seinem Tun – und diese drei Aktivitäten eins werden zu lassen. Aus dieser Fokussierung entsteht Stimmigkeit und Kraft. Diese Kraft hilft uns, den täglichen Aufgaben mit all ihren Herausforderungen gelassen zu begegnen.

Der Geist ist wie ein wilder Affe, springt mal hierhin, mal dorthin. Solange der Geist zerstreut ist, mit vielerlei Dingen gleichzeitig beschäftigt, sind wir überall – nur nicht im Hier und Jetzt. Hier ist, wo der Körper ist, und Jetzt ist, wo wir uns im Atem spüren.

Yoga wirkt ganzheitlich: auf der körperlichen, der geistigen und der emotionalen Ebene. Unser wichtigstes Hilfsmittel ist der Körper, unser wichtigster Verbündeter der Atem. Der Atem führt die Bewegung und nicht umgekehrt. Das bedeutet, dass wir bei allem, was wir im Yoga tun, wir bewusst mit dem Atem umgehen, uns auf ihn konzentrieren – Körper und Geist an den Atem binden. Kommen wir außer Atem, müssen wir die Übung abwandeln. Üben in diesem Sinne hilft, den Geist wachzuhalten, die Nerven zu beruhigen, das Gehirn zu entspannen. So helfen die Asanas, uns in Balance zu bringen und Qualitäten wie Mut, Demut, Hingabe, Offenheit, Selbstvertrauen, Willenskraft zu entwickeln bzw. zu stärken. Damit stärken wir Gesundheit und Heilung auf allen drei Ebenen.